01.11.2014 - 4h Rennen - Teningen

Endlich war es mal wieder soweit. Ein neues Rennen an dem endlich mal wieder alle Fahrer gemeinsam Zeit hatten. Bei allen vorherigen Terminen in Teningen hatte meist immer nur ein einziger Fahrer wirklich Zeit. Nun also sollte es klappen. Neben allen Stammfahrern waren diesmal auch zwei neue Gesichter dabei, weshalb man in zwei Teams startete. Für das Team Alemannenring Racing 1 gingen an den Start: Mike Wilhelmi, Patrick Bold und Roland Schartner. Für Alemannenring Racing 2 starteten: Michael Bräutigam, Meik Neuymeier und Daniel Korn.

Nach bekannt werden der teilnehmenden Teams wusste man, dass das es schwer werden würde die Plätze 1 - 4 anzugreifen und so waren Platz 5 das erste angreifbare Ziel. In der Qualifikation für Team 1 war es Schartner der dem Team eben jenen 5 Startplatz sichern konnte. Team 2 "opferte" die Qualifikation als Trainingseinheit für Daniel Korn der noch nie in Teningen gefahren war. Hierbei reichte es zu Startplatz 16.

Die Startturns wurden dann jeweils von den altbekannten Gesichtern des Teams übernommen. Mike Wilhelmi startete vom 5. Platz aus ins Rennen und fluchte schon beim Start über die vielen leichtgewichtigen Fahrer um ihn herum. Er verlor ein paar Positionen setzte sich dann im Verlauf seines Turns auf Platz 7 fest immer in Schlagdistanz zu der anvisierten Position 5. Hierbei war immer wieder zu beobachten wie sich Wilhelmi im Infield des Kurses an die Gegner ranarbeiten konnte, auf dem langen Vollgasteil jedoch selbst im Windschatten um den Anschluss kämpfen musste. Für Team 2 fuhr Michael Bräutigam den ersten Turn und arbeitete sich langsam nach vorne als. Während Team 1 das Boxenstoppfenster mit einem früheren ersten Stopp durchbrechen wollte, rutschte man auf Position 9 ab und wurde hierbei auch von Team 2 überholt. Nach den ersten bereinigten Boxenstopps kämpfte man weiter in Schlagdistanz zu P5. Team 2 verließ direkt nach dem ersten Fahrerwechsel das Glück. Meik Neuymeyer kam nach seinem Boxenstopp nur wenige Meter weit ehe sich ein Vorderrad verabschiedete. Während Neumeyer langsam zur Box zurückhumpelte wurde er langsam bis ans Ende durchgereicht.
Patrick Bold der den zweiten Turn für Team 1 fuhr landete nach den Stopps genau in einer Kampfgruppe. Platz 5 bis 11 lagen zu diesem Zeitpunkt im Rennen dicht hintereinander.

Im dritten Turn verließ auch Team 1 das Glück. Roland Schartner fuhr ebenfalls hinter einer Gruppe her, als einer der Fahrer sich drehte und Schartner nicht mehr ausweichen konnte. Bei dem Unfall zog sich Schartner einige Prellungen zu, fuhr den Turn aber noch unter Schmerzen zu Ende, so dass kein zusätzlicher Stopp von Nöten war. Team 2 fuhr mit Daniel Korn im Feld mit. Hier ging es vor allem um das Sammeln von Erfahrungen, da man nach dem technischen Defekt weit abgeschlagen zurücklag.

Nach Schartner griff Wilhelmi zu seinem zweiten Turn ins Lenkrad. Er selbst merkte schon auf der ersten Geraden dass das zugeloste Kart nicht gut funktionierte. Zu wenig Kraft um die durch den Unfall verlorenen Positionen wieder aufzuholen. Wilhelmi landete ebenfalls in einer recht aggressiven Kampfgruppe. Kurz vor Ende des Turns, Patrick Bold stand schon in der Boxengasse zum Fahrerwechsel bereit, verließ auch Wilhelmi das Glück. Von einem Fahrer im Windschatten angeschoben lenkte Wilhelmi wie gewohnt in die letzte Kurve ein. Ab der Kurvenmitte fuhr das Kart plötzlich geradeaus. Wilhelmi schlug heftig in die Barriere ein, wobei sein rechter Fuß erst die volle Wucht abbekam und letztendlich unter den Reifen eingeklemmt wurde. Wilhelmi konnte noch aussteigen, klagte aber über starke Schmerzen. Man verlor weitere Runden und wurde auf Platz 11 durchgereicht.

Unfall von Wilhelmi aus der Onboard:

Was vielversprechend begann endete ein wenig im Desaster. Team 1 landete nach 2 unverschuldeten Unfällen auf Platz 11 und Team 2 nach technischem Defekt auf Platz 19. Wilhelmi begab sich direkt nach dem Rennen ins Krankenhaus Singen. Hierbei wurden starke Prellungen im unteren Bein sowie ein Riss des Außenbandes im Sprunggelenk festgestellt. Somit muss Wilhelmi eine Zwangspause von ca. 8 - 12 Wochen einlegen.

   

Onboard Wilhelmi / Startturn

Onboard Wilhelmi / 4. Turn

18.04.2014 - 4h Rennen - Teningen

Immer wieder stellte sich uns die Frage: Was passiert mit dem Alemannenring nach unserem Projekt. Denn irgendwann erreichen wir einen Punkt an dem wir dieses Projekt beenden werden. Es wäre aber in unseren Augen schade den Namen und die Erinnerung an die Strecke einfach fallen zu lassen. Damit dies nicht passiert gingen wir ein paar Ideen für neue Projekte durch. Schnell war klar, nichts liegt näher am Alemannenring als ein Projekt dass auch mit Motorsport zu tun hat. Und so kam eins ums andere als Mike Wilhelmi mal wieder Lust hatte ein Langstrecken Kartrennen zu bestreiten. Ein paar eMails, Telefonate und Gespräche später waren zwei weitere Fahrer gefunden und das erste Rennen seit langer Zeit wurde geplant - ein 4-Stunden Rennen auf der Kartbahn in Teningen sollte es werden. Das Team Alemannenring Racing war geboren.

Neben Mike Wilhelmi starten für das Team aktuell Patrick Bold und Michael Bräutigam. Weitere Fahrer stehen auf das Liste um dem Team beizutreten, denn nicht immer hat jeder für einen Renntermin zeit. Für das erste Rennen traten alle 3 Fahrer am 18. April 2014 in Teningen an. Auf der Fahrt nach Teningen wurden noch Späßchen gemacht. "Hauptsache nicht Letzter werden", lautete die einfache Zielsetzung. Diese niedrige Zielsetzung war auch das Resultat der ersten Zusammenkunft aller Fahrer. Mike Wilhelmi und Patrick Bold kennen sich schon seit ein paar Jahren, fuhren auch schon häufig Kart miteinander. Michael Bräutigam war nur ein Bekannter, den man bis eine Woche vor dem Rennen noch nicht mal persönlich kannte. Hinzu kam, dass Bräutigam die Strecke in Teningen gar nicht kannte und Bold zuletzt vor mehreren Jahren dort gefahren war. Mike Wilhelmi und Michael Bräutigam waren eine Woche vor dem Rennen noch einmal in Teningen um die Strecke kennen zu lernen. Leider konnte Patrick Bold hierbei nicht teilnehmen.

Dann war es soweit: Raceday. Der Himmel sah alles andere als freundlich aus, pünktlich beim Eintreffen an der Strecke öffnete er dann auch seine Pforten. Nach dem Fahrerbriefing gab es dann eine kurze 10 Minütige Qualifikation, welche wir Patrick Bold überließen als letztes Training. Die widrigen Bedingungen forderten ihren Tribut. Die fehlende Kenntnis bei diesen Bedingungen auf der Strecke, die lange Pause seit der letzten Fahrt auf der Strecke, sowie die dadurch resultierende höhere Fehlerquote ließen lediglich eine einzige echte Runde zu. Immer wieder wurde Bold durch Gelbphasen ausgebremst. Am Ende stand Startplatz 19 von 21 auf dem Schirm.

Im Rennen ließen wir dann Michael Bräutigam den ersten Turn fahren. Der Regen hatte aufgehört, die Strecke war noch nass. Bedingungen wie sie Bräutigam mochte. Und schon schnell konnte man das erkennen. Bräutigam fuhr mit Köpfchen hielt sich aus allem raus und pflügte durchs Feld. Kurz vor dem ersten Boxenstopp mit Fahrerwechsel nach knapp 50 Minuten lag das Team auf Platz 5 im Rennen. Bei jedem Fahrerwechsel wurde aufgrund der Fairness auch das Kart gewechselt. Aus 5 Karts entschied jeweils das Los. So sollte verhindert werden, dass ein evtl. schlechteres Kart über eine komplette Renndistanz das Ergebnis ruinieren könnte. Leider war das Los für den zweiten Turn kein gutes. Mike Wilhelmi erwischte ein Kart, dass schon von außen hörbar nicht so hoch drehte und dem daher auch Topspeed fehlte. Das war Gift für den langen Vollgasanteil, zurück zu Start/Ziel. Auf der abtrocknenden Strecke war aktuell nur die Ideallinie halbwegs trocken. Beim Versuch zu Überrunden wurde Wilhelmi leider 2 mal abgeschossen. Dies und die Tatsache dass man auf der Geraden leichtes Futter war und keine Chance hatte mitzuhalten ließen das Team im Feld durchrutschen. Wilhelmi übergab an Patrick Bold das Zepter auf Position 12 liegend. Bold konnte sich inzwischen über eine vollständig getrocknete Strecke freuen, ebenso über ein besser laufendes Kart. Die Lücken zu den Gegnern waren inzwischen leider etwas angewachsen, so dass schnelle Verbesserungen nicht mehr möglich waren. Dennoch begann Bold begann Bold sich langsam nach vorne zu arbeiten. Etwas flau im Magen wurde es für das Team dann beim Fahrerwechsel. Die Organisatoren von Teningen garantierten, dass ein vollgetanktes Kart auf jeden Fall 60 Minuten fahren kann. Aus dem eMail Verkehr vor dem Rennen ging hervor das die Grenze bei rund 70 Minuten lag. Leider fiel unser Wechselfenster mit mehreren Team zusammen. Da immer nur ein Team wechseln durfte, kam es zu unvorhergesehenen Wartezeiten an der Box. Bold übergab das Kart an Bräutigam auf Platz 10 liegend in der 68 Minute seines Turns, quasi auf dem letzten Rest Benzin.

Nach erneut bereinigten Boxenstopps lag Bräutigam auf Platz 10. Der Abstand auf Platz 9 betrug 1,5 Runden, auf Platz 11 jedoch nur 20 Sekunden. Hinzu kam, dass diesmal auch Bräutigam ein schlechteres Kart erwischte. Die Abstände nach hinten pendelten immer wieder um rund 5 Sekunden, je nach Überrundungsverkehr. Absetzen war jedoch nicht möglich. Dennoch war in dieser Phase des Rennens, rund eine Stunde vor Schluß der Gedanke geboren: Eine Top 10 Platzierung soll es werden. Der 9. Platz schien im Moment nicht erreichbar, der 11. Platz drückte jedoch von hinten. Kein einfaches Unterfangen mit einem schlechten Kart. So war es für Bräutigam fast schon eine Erlösung als er an Wilhelmi zum Schlußspurt übergeben konnte. Wie auch schon Bold, schaffte Wilhelmi ein gutes Los mit dem letzten Kart. Platz 9 schien noch immer weit weg und mit ablaufen der Uhr unrealistisch. Wenigstens erleichterte man uns die Zielsetzung, als Platz 11 durch einen Dreher und längeren Aufenthalt in der nassen Wiese wertvolle Zeit verlor. Auf der Strecke lief es gut für das Team Alemannenring Racing derweil gut. Man konnte die Zeiten der Top Teams zu diesem Zeitpunkt mitgehen. Durch Überrundungsverkehr wurde Wilhelmi dann jedoch durch den 6. Platz eingeholt, welcher bereits 3 Runden Vorsprung hatte. Beide Fahrer waren jedoch gleich schnell, ein Kampf brachte daher nur Nachteile und kostete Zeit. Wilhelmi ließ den Fahrer passieren und setzte sich direkt hintendran. Auf dem langen Vollgasteil teste Wilhelmi dann in einem kurzen Manöver die Bereitschaft zur Zusammenarbeit an. Im Windschatten saugte er sich an den 6. Platzierten heran, fuhr diesem auf die Stoßstange und schob ihn an. Nach dem man sich zur Zusammenarbeit verständigt hatte, raste man mit neuen persönlichen Bestzeiten um die Strecke. Lediglich die Spitze formierte sich zu einem ähnlichen D-Zug, die Abstände blieben daher konstant. Tatsächlich schaffte es Wilhelmi durch den Geschwindigkeitsüberschuss dank des Teamworks die Lücke auf Platz 9 nicht nur zu verkleinern, sondern diesen auch einzuholen. Auch an Platz 8 kam man heran. Leider wurde der Angriff auf diesen durch einen Überrundeten Fahrer unmöglich gemacht. 3 Versuche Wilhelmi kurz vor Ende abzuschießen und am Vorbeikommen zu hindern machten den Angriff unmöglich. Nach 4 Stunden kam man daher auf einem 9. Platz ins Ziel, was für den ersten Auftritt mehr als in Ordnung geht.

Das nächste Rennen in Teningen findet am 19. Juni statt. Leider kann hier Michael Bräutigam nicht teilnehmen, ein Ersatz ist noch nicht gefunden, so dass eine Teilnahme zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher ist.