22.01.2017 / AR-Cup Rennen 6/2016

Mit etwas Verspätung beendeten wir unsere Premierensaison. Rückblickend eine Saison mit Höhen und Tiefen aber auch eine Saison in der wir viel gelernt haben was wir mitnehmen können. Die ersten Meister sind gefunden und am Ende doch alle Fahrer happy. Zum Finale ging es zu einem echten Heimspiel. Alemannenring Racing fuhr bei Kartbahn Alemannenring in Singen, einer Strecke die jeder Fahrer in und auswendig kennt. Vor dem Rennen war schon klar, für Ronald Lörincz heisst es nur noch durchfahren. Den Titel in der PRO Wertung konnte ihm keiner mehr auf normalen Wegen nehmen. In der AM Wertung wusste Robert Maier dass er gewinnen muss und das Laszlo Lörincz patzt. Spannung lag also in der Luft.

Qualifikation

In der Qualifikation lief für Ronald Lörincz alles nach Plan. Zwar sicherte sich die Pole Position Giovanni Loperfido, der direkte Meisterschaftskonkurrent Frank Martin war mit Startplatz 5 jedoch abgeschlagen. Platz 3 belegte Michael Bräutigam, der am Ende des Tages noch das Zünglein an der Waage bei der Entscheidung um den Rennsieg spielen sollte.
In der AM Wertung lief alles in die Hände für Laszlo Lörincz, dieser schaffte mit Platz 4 einen Superstartplatz und legte sich somit noch einen PRO Fahrer zwischen sich und die anderen AM Fahrer. Max Martin sicherte sich Platz 2, für Robert Maier wurde die Aufgabe zum Punkte aufholen schwerer, sicherte sich Lörincz hier schon den ersten Bonuspunkt des Tages für die Poleposition.

Sprintrennen

Bereits vor dem Rennen wurde mit den Teilnehmern eine Abstimmung abgehalten bezüglich der Boxenstopps. Da eine Regeländerung für 2017 bedacht war, konnte diese nun beim Finale noch getestet werden. Im Gegensatz zu den vorherigen Läufen zum AR-Cup musste nun auch im Sprintrennen ein Boxenstopp absolviert werden. Geschuldet war dies zum einen den engen Verhältnissen des technisch sehr anspruchsvollen Kurses in Singen, zum anderen aber auch mit Hinsicht auf 2017 zum Testen und der Schaffung neuer taktischer Möglichkeiten.
Nach 2 Einführungsrunden wurde der Rennstart fliegend freigegeben. Giovanni Loperfido und Ronald Lörincz gaben die Pace schnell vor, allerdings zeigte sich auch hier schnell dass unser Pechvogel der Saison, Loperfido, der in vielen Rennen immer die etwas schlechteren Karts erwischte, nun endlich ein Kart erhielt dass seinem Können entsprach. Zehntel um Zehntel konnte er die Lücke zu Lörincz vergrößern. Michael Bräutigam konnte den beiden zu Beginn noch nicht so gut folgen, wurde aber im Verlauf des Rennens immer schneller. Hier merkte man dass Bräutigam einer der Fahrer war, die nicht so häufig wie Loperfido und Lörincz in Singen auf der Bahn zu finden sind. Im groben und ganzen änderte sich in der Reihenfolge der PRO Wertung nicht viel. Lediglich für Frank Martin ging es noch einmal ein paar Plätze nach hinten, da offenbar das Kart nicht zufriedenstellend lies. Am Ende ließ Frank Martin Sohn Max noch durchziehen der in der AM Wertung noch die Chance hatte die Lücke zuzufahren. Deutlich mehr Bewegung gab es eben in jener AM Wertung. Mit einer taktischen Meisterleistung schaffte Robert Maier dass was diesem Tag im Titelkampf Pflicht war und arbeitete sich mit seiner Taktik vom 3. Startplatz nach vorne zum Rennsieg. Hierbei profitierte er auch von einem Problem in der Boxengasse, da das Kart von Laszlo Lörincz aus dem Stand nicht die beste Beschleunigung hatte und dieser in der Box 3 Sekunden verlor. Maier, Lörincz und Martin fuhren auf den Plätzen 1 - 3 innerhalb von 4 Sekunden über die Ziellinie. Die Bonuspunkte für die schnellsten Runden sicherten sich Ronald Lörincz in der PRO Wertung und Max Martin in der AM Wertung. Bedingt durch die Bonuspunkte im Sprintrennen hielt sich Lörincz so die Türe zum Tagessieg in der PRO Wertung noch offen. Der zweite Platz im Sprint reichte aber um selbst im Falle eines Ausfalles den Titel sicher zu haben.

Hauptrennen

Vor dem Hauptrennen erfolgte eine Neuauslosung der Karts. Auch hier gab es eine Regeländerung und es wurde ein zweiter Pflichtboxenstop eingeführt. Nach 2 neuen Einführungsrunden wurde das Rennen eröffnet. Frank Martin rutschte in der Startaufstellung wieder vor, die PRO und AM Fahrer starteten wieder geschlossen in ihrem Pulk. Ronald Lörincz und Michael Bräutigam nahmen nun die Verfolgung von Loperfido auf und folgten ihm wie zwei Schatten. Es war schnell klar, dass die Boxenstops die Entscheidung bringen sollten. Wollte Ronald Lörincz noch den Tagessieg holen musste er das Hauptrennen gewinnen und die Bonuspunkte kassieren, wenn Loperfido den zweiten Platz holen sollte. Die Mission war also klar. Als die Boxengasse öffnete, war es wie im Sprintrennen direkt Robert Maier der zum Stopp erschien. Er fiel hinter das Feld zurück und konnte erneut mit konstanten Runden punkten. Nach den ersten Boxenstopp war Ronald Lörincz dem Tagesieg näher gekommen und hatte die Führung übernommen. Und wie auf Bestellung folgte auch schnell die schnellste Rennrunde, er zog in der Endabrechnung an Loperfido vorbei. Und Loperfido musste zusätzlich noch mit Bräutigam um die Position kämpfen. In der AM Wertung machte Laszlo Lörincz in der Boxengasse einen Fehler. Er überfuhr an der Einfahrt die Haltelinie, wofür er noch zu einem zusätzlichen Besuch in der Box gebeten wurde. Lörincz fiel hinter Max Martin auf P3 zurück. Ebenfalls in der AM Wertung erwischte es auch Martin Zobel der in der Boxengasse zu schnell fuhr, auch er sollte noch einmal zusätzlich die Box besuchen. In der PRO Wertung drückte sich Bräutigam durch die Boxenstops doch noch an Loperfido vorbei und nahm ihm somit vorerst die endgültigen Hoffnungen auf den Rennsieg. Doch die Freude Bräutigams währte nur kurz, sah er kurz nach seinem Boxenstop schnell einen Hinweis mit einer Stop&Go Strafe für das Überfahren der Haltelinie am Eingang der Boxengasse. Bräutigam erschien ein drittes Mal in der Box. Die Chancen von Loperfido auf den Sieg stiegen wieder, hierzu musste einer der PRO Fahrer Ronald Lörincz aber die schnellste Runde abnehmen. Und tatsächlich: Nach der Stop&Go Strafe sorgte Bräutigam für die schnellsten Runden im Rennen und schnappte sich die schnellste Runde. Die Bonuspunkte für Lörincz waren weg, den Rennsieg konnt ihm aber keiner mehr nehmen. In der AM Wertung konnte sich erneut Robert Maier durchsetzen und erfüllte das Pflichtprogramm.

Endergebnis

In der PRO Wertung waren es am Ende die Bonuspunkte die über den Sieg entschieden. Zwischen Ronald Lörincz und Giovanni Loperfido kam es zu einem Punktegleichstand, Loperfido konnte sich aber dank des Sieges im Sprintrennen auch den Tagessieg sichern und die Saison noch versöhnlich abschließen nach dem Pech in allen anderen Rennen. Dritter wurde Bräutigam. 
In der AM Wertung gelang Robert Maier nach Gärtringen der zweite Sieg vor Laszlo Lörincz dem der zweite Platz ausreichte um den Titel zu perfekt zu machen. Auf Platz 3 landete an diesem Tag Max Martin.

Die ersten beiden Champions stehen nun also fest: Vater und Sohn aus dem Hause Lörincz konnten sich in beiden Klassen die Titel sichern und werden in der kommenden Saison die Rolle der gejagten einnehmen. Ronald Lörincz zeigte in dieser Saison eine sehr hohe Klasse, es wir schwer sein ihn einzuholen. In der AM Klasse könnte sich im kommenden Jahr ein toller Kampf um den Titel entwickeln, Robert Maier zeigte in den letzten beiden Rennen dass mit ihm zu rechnen und der Vizetitel nicht genug ist. In der PRO Wertung konnte sich Frank Martin den Vizetitel sichern. Das Podium komplettieren dann noch Loperfido der sich noch im letzten Rennen auf Platz 3 vorschieben konnte und Max Martin, unser jüngster Fahrer. 
Neben Pokalen  erhielten die beiden Meister noch jeweils einen Gutschein für ein PKW Intensivtraining bei unserem Partner Fahren erleben in Steißlingen.

 Zu den Ergebnissen

Highlights