26.11.2016 / 2-Stunden Rennen / Liedolsheim

Am 26.11.2016 war Alemannenring Racing zu Gast in Liedolsheim zu einem 2 Stunden Rennen. Es sollte das erste Endurance Rennen für das Team in Liedolsheim sein. Das führte dazu dass man ohne große Erwartungshaltung anreiste und das Event einfach mit Spass abschließen wollte.

Für das Team Alemannenring Racing starteten Mike Wilhelmi und Roland Schartner. Wilhelmi fuhr im vergangenen Jahr bereits im Rahmen des Ratzel Racing Cups in Liedolsheim, seit dem aber auch nie wieder. Für Roland Schartner war es die erste Ausfahrt in Liedolsheim. Kurzfristig noch hinzu startete für uns auch noch das Team Mad Max by Alemannenring Racing mit den Fahrern Frank und Max Martin, welche auch im AR Cup mitfahren. Frank Martin fuhr zuletzt vor vielen Jahren in Liedolsheim, für Max Martin war es wie für Schartner die Premiere.

Die frühe Anreise nutzten alle Fahrer noch für einen Trackwalk um die Strecke was an diesem kalten, nebligen Morgen sicher nicht verkehrt war. Der runterkommende Nebel sorgte für glattere Randsteine und die herbstlichen Bedingungen für Laub in manchen Kurvenpassagen. Gemeldete waren an diesem kalten Tag 14 Teams.

Nach dem Briefing ging es auch schon bald in die Qualifikation. Roland Schartner und Max Martin starteten die Turns mit dem Hintergrund den zumindest etwas Liedolsheim erfahrenen Fahrern das Kart warm zu hinterlassen. In der Mitte der Qualifikation übernahmen entsprechend Mike Wilhelmi und Frank Martin. Am Ende reichte es zu den Startplätzen 8 und 13, da bei beiden Teams erstmal eine Steigerung der Zeiten am Ende der Quali nicht möglich war. Hier machte sich die fehlende Erfahrung bemerkbar.

Nach einer längeren Mittagspause wurde dann um 13 Uhr das Rennen gestartet. Die Startturns fuhren ebenfalls die Startfahrer der Qualifikation. Roland Schartner profitierte zum einen von einer Kollision in Kurve 3. Er hatte hier den richtigen Riecher für die richtige Linie und konnte dieser aus dem Weg gehen. Auch Max Martin konnte unmittelbar beim Start Plätze gut machen, doch schon kurz nach der Haarnadel passierte das was beide nach der Qualifikation bemängelten: Das erste Kart mit dem die Qualifikation und der Rennstart gefahren werden musste war zu langsam. So wurde Max Martin einfach wieder ausbeschleunigt und fiel wieder auf den 13. Platz zurück. Für Roland Schartner ging es währenddessen bis auf P5 vor. Mit den gefahrenen Zeiten konnte man auf jeden Fall um P4 mitkämpfen, was für den ersten Auftritt mehr als ursprünglich erwartet war. Doch schnell sollte diese Stimmung kippen.
Nach 20 Minuten, was der Mindestfahrzeit pro Kart entsprach wechselte Mad Max by Alemannenring Racing und Frank Martin übernahm. Man gab das langsamere Kart so schnell wie möglich ab und erwischte im Anschluss endlich ein Kart welches sehr gut lief. Frank Martin setzte direkt in der ersten Runde eine neue Bestzeit für das Team.
Bei Alemannenring Racing wartete man ab und setzte auf einen Standardturnus. Da es vorrangig um den Spaß ging wollte man die Turns gleichmäßig unter den Fahrern aufteilen, zumal Wilhelmi und Schartner zeitenmäßig mit gleichen Karts auch gleichschnell unterwegs waren. Wie schon angedeutet kam es leider anders. Wilhelmi rückte mit dem neuen Kart aus und musste schnell feststellen das etwas nicht stimmt. Selbst in der einfachen, eigentlich vollgas gefahrenen Rechtskurve eingangs Start/Ziel musste Wilhelmi das Kart abbremsen da es beim Einlenken nicht um die Kurve kam. Mehrere Versuche mit höherer Geschwindigkeit endeten mit einem Reifen schon neben dem Randstein, wo es sehr glatt war. Wilhelmi versuchte sofort Schartner ausfindig zu machen um die missliche Lage zu signalisieren. Erst nach mehreren Runden konnten sich beide verständigen und Schartner stürmte in die Box zur Rennleitung. Leider akzeptierte die Rennleitung das Problem nicht als solches und sprach selbst von einer Disqualifikation sollte nun ein Wechsel durchgeführt werden, da die Mindestfahrzeit von 20 Minuten noch nicht erreicht wurde. Wilhelmi wurde angewiesen weiter zu fahren. Es begannen endlose Runden und in jeder verlor Wilhelmi mehr als 3 Sekunden und fand sich zwischenzeitlich auf dem letzten Platz wieder. Schartner unternahm noch einmal einen Versuch bei der Rennleitung mit dem deutlichen Hinweis des Zeitverlustes. Erst nach über 10 Runden wurde der Wechsel genehmigt. So verlor man allein auf der Strecke rund 40 Sekunden, zusammen mit dem Boxenstopp mehr als eine ganze Runde. 
Schon bei der Einfahrt in die Box wurde schnell erkannt das der rechte Vorderreifen einen Schaden hatte. So etwas hätte nach unserer Ansicht nie ins Rennen gehen dürfen. Mit dem neuen Kart wollte man nun zum Angriff blasen, leider kam Wilhelmi jedoch auch mit diesem nicht mehr an die Zeiten der Qualifikation heran. Es war kein schlechtes Kart, aber eben allenfalls gut fürs Mittelfeld. 
Davon nichts mitbekommen hatte Frank Martin. Der fuhr Runde um Runde schnelle Runden und fand sich bedingt durch Fahrerwechsel zeitweise sogar auf dem dritten Platz vorne.
Wilhelmi arbeitete sich noch von Platz 14 bis auf Platz 11 nach vorne.
Es kam zum letzten Fahrerwechsel. Schartner erwischte wieder ein zufriedenstellendes Kart, konnte wieder bessere Zeiten fahren und langsam den Rückstand auf Mad Max by Alemannenring Racing verkleinern bei den Max Martin am Steuer saß. Hier machte sich etwas die fehlende Erfahrung breit, konnte Max die Zeiten von Frank Martin leider nicht fahren. So wurde man bis auf Platz 9 durchgereicht. 
Rund 5 Minuten vor Rennende kam es dann noch zum Platztausch unserer beiden Teams als Schartner das Schwesterteam auf der Strecke noch überholen konnte. Auch wenn man ohne große Erwartungen ankam ist Platz 9 am Ende für Alemannenring Racing leider etwas enttäuschend, mehr jedoch weil wir uns von den Veranstaltern leider ein wenig im Stich gelassen fühlten als es zu Problemen mit dem zweiten Kart kam. Für Mad Max by Alemannenring Racing wäre ebenfalls mehr drin gewesen als der 10. Platz, sieht man die Performance die man mit einem entsprechenden Kart bringen konnte. 

So fuhren wir mit etwas gemischten Gefühlen wieder heim. Wissentlich, dass mehr möglich wäre, die Karts aber leider ein wenig einer Lotterie glichen. Eine gewisse Streuung gibt es immer, dass wissen wir, aber ein Kart mit kaputten Reifen zur Verfügung zu stellen ist leider ein absolutes No-Go, zumal wir mit dem Fahrer sprachen der dieses Kart vor uns nutzte und die Probleme selbst schon bestätigte. Hier wäre natürlich auch eine Info an die Rennleitung wünschenswert gewesen.

Wir wollen einem Endurance Rennen in Liedolsheim aber definitiv noch eine zweite Chance geben!

 

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30.07.2017 - eRod Fahren in Steißlingen

Schon ein paar Tage her...

Am 07. Juli hatten wir in Steißlingen die Chance die eRods zu fahren und nutzten diese Chance direkt für ein paar Taxidrives. Die Onboard Aufnahmen von Mike Wilhelmi gibt es hier:

Wer diese Spaßgefährte einmal selber testen will kann dies bei Fahrenerleben in Steißlingen tun (nach terminlicher Absprache). Und wer einmal neben uns auf dem Beifahrersitz platznehmen möchte kann mit uns gerne Kontakt aufnehmen und ist dann beim nächsten Termin mit dabei!